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Kleine Geschichtskunde zu Bosnien-Herzegowina


Bronzezeit (ca. 1200-1100 v. Chr.): Die Illyrer besiedeln das heutige BiH

Um Christi Geburt: Eingliederung ins Römische Reich

7. Jhd: Slawen besiedeln Bosnien; parallel Christianisierung der Bevölkerung

9. Jahrhundert: Bosnien wird Teil von kroatischen und serbischen Fürstentümern unter der Oberherrschaft des byzantinischen Kaiserreichs

1180–1204: Unter Ban Kulin schüttelt Bosnien die byzantinische Oberhoheit ab; Entwicklung der bosnischen Kirche zu einer unabhängigen Religionsgemeinschaft, deren Theologie von den Bogomilen beeinflusst wird

1322: Ban Stefan Kotroman schließt Bosnien erstmals zu einer unabhängigen politischen Einheit zusammen

1326: Annexion des größten Teils von Hum (heute Herzegowina)

1340: Franziskaner dürfen eine Mission in Bosnien errichten

1353: Unter Stjepan Tvrtko Kotromanić wird Bosnien zum mächtigsten Staat auf der westlichen Balkanhalbinsel (Besetzung von Süddalmatien und dem späteren Sandžak von Novi Pazar)
1377 Bosnien wird Königreich unter König Tvrtko I

14. Jhd: Wirtschaftliche Blüte des bosnischen Königreiches durch den Bergbau; deutsche Bergleute, so genannte „Sasi“ (Sachsen), kommen aus Ungarn nach Bosnien

1463: Der Großteil Bosniens fällt unter türkische Herrschaft

1482: Die Ottomanen nehmen die Herzegowina ein

1463-1878: Bosnien wird als nordwestliches Grenzland eine der wichtigsten Provinzen des Osmanischen Reiches: Errichtung von Befestigungen und Wehrdörfern an der Grenze

16. Jahrhundert. Ansiedlung von sephardischen Juden in Bosnien nach ihrer Vertreibung aus Spanien

16. und 17. Jahrhundert: Förderung der orientalischen Stadtkultur in Bosnien: Bau von Moscheen, Medressen, Badehäusern, Basaren

1876: Aufstand der bosnischen Serben gegen das osmanische Reich

1878: Berliner Kongress: Bosnien und die Herzegowina wird unter österreichisch-ungarische Verwaltung gestellt; Annexion durch Österreich-Ungarn 1908

1878-1914: Schaffung eines Schul- und Sanitätswesen sowie einer Verkehrsinfrastruktur nach mitteleuropäischem Vorbild, industrielle Entwicklung und verstärkte Ausbeutung der Bodenschätze Bosnien-Herzegowinas

1880-1910: Zuwanderung von Menschen aus anderen Teilen der Donaumonarchie: Deutsche, Tschechen, Polen, Slowenen und Ruthenen

1914: Am 28. Juni wird der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz-Ferdinand vom serbischen Nationalisten Gavrilo Princip erschossen, was den 1. Weltkrieg auslöst

1918: BiH wird Teil des Königreiches der Serben, Kroaten und Slowenen

1929: Das Königreich wird umbenannt in Jugoslawien (Land der Südslawen)

April 1941: Jugoslawien wird von deutschen Truppen eingenommen und BiH wird Teil des „Unabhängigen Staates Kroatien“ (Ustaša-Staat)

April 1945: Vollständige Befreiung Jugoslawiens von den deutschen Truppen

Nov. 1945: BiH wird Teil der „Föderativen Volksrepublik Jugoslawien“ unter Josip Broz Tito

Nov. 1990: Erste freie Wahlen in BiH

1992:    
29. Februar: Referendum über die Unabhängigkeit von BiH
6. April: BiH wird international als unabhängiger Staat anerkannt
6. April: Beginn des Krieges in BiH

1995:    
21. November: mit dem Dayton-Friedensvertrag wird der Krieg offiziell für beendet erklärt; BiH wird aufgeteilt in die Kroatisch-Muslimische Föderation, die Serbische Republik und den Distrikt Brčko.

2008:
16. Juni: Unterzeichnung des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union als wichtige Vorstufe für den Beitritt zur EU.

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